Vermischtes

Das Gemeindezentrum wird fertig

Das Gemeindezentrum gedeiht - der Bau schreitet voran. Inzwischen sind wir im Innenausbau - und haben mit einem ambitionierten Zeitplan die Endphase eingeläutet. Am 12. November waren wir schon im fast fertigen Gemeindesaal und haben Richtfest gefeiert - nach dem Gottesdienst mit einem großen Kirchenkaffee und einem ersten Sekt, einigen Liedern und viel Fröhlichkeit. Denn ein lang bestehender Traum geht nun Schritt für Schritt in Erfüllung. Und am 6. Mai 2018 haben wir die Einweihung gefeiert.

Viele Leute haben sich das Haus zur Einweihung angesehen, haben sehr gestaunt, was zustande gebracht worden ist: natürlich in erster Linie den Saal mit der schönen Terasse, aber auch der sehr gelungenen Innenraumgestaltung, einer stark gegliederten Decke mit vielen Beleuchtungsvarianten. Die Vorfreude ist groß auch auf die beiden Gruppenräume im Dachgeschoss, die nun leider noch nicht ganz fertig sind, es aber im Laufe des Sommers werden. Sie werden die gemütlichsten Räume werden - auch wegen der absehbaren schönen Decke mit den alten Balken des Dachstuhls, die weiter sichtbar bleiben werden. Auch der Kirchenbezirk nahm schon ausgiebig Notiz vom neuen Haus.

Spenden werden wir weiter brauchen - denn die noch fehlenden Einrichtungsgegenstände und die Fertigstellung des Dachgeschosses kosten noch eine Menge Geld. Aber dass wir es geschafft haben - das ist eine große Sache, die ohne viel Engagement und Gebet nicht möglich gewesen wäre. Und zu danken haben wir nicht nur all denen, die dieses Projekt mit begleitet haben, sondern auch denjenigen, die frühere ähnliche Projekte in Dippoldiswalde entworfen haben - die dann aber nicht verwirklicht wurden. Es brauchte seht viel Geduld und Mut, es trotzdem wieder zu wagen.

Für Sie und Euch alle aber heißt es nun - und immer wieder: Herzlich willkommen im Gemeindezentrum unseres Kirchspieles!

Neues im Gottesdienst

Stück für Stück greifen wir die Anregungen aus der Gemeindeumfrage auf: Ab Januar 2018 gibt es in Dippoldiswalde ein Monatslied: einen Monat lang singen wir ein bestimmtes Lied in allen Gottesdiensten des Monats - um es bekannt zu machen und in unserer Gemeinde zu etablieren. Im nächsten Monat folgt ein weiteres Lied. Das werden teilweise traditionelle Lieder sein, aber natürlich auch neue. Es beginnt ab dem 7. Januar. Vom Monatslied ausgenommen bleiben ökumenische Gottesdienste - da stimmen wir die Lieder immer mit den jeweilgien Partnern ab und nehmen nicht das Monatslied mit rein.

Weiterhin gibt es ab Februar alle zwei Monate ein Taufgedächtnis: Alle, die innerhalb dieser zwei dann zurückliegenden Monate Tauftag hatten, können im Gottesdienst gesegnet werden und bekommen eine kleine Kerze. Eine gute Gelegenheit, sich mal wieder an seinen Tauftag zu erinnern.

Ereignisse und Gedenktage

22. April 1418: Ende des Konzils von Konstanz. Dieses Konzil wurde va. durch die Verbrennung des Reformators Jan Hus bekannt - im Jahr 1415. Die Kirchenkonferenz tagte also über mehrere Jahre und versuchte, die innere Zerstrittenheit der katholischen Kirche zu überwinden und sie zu reformieren. Ersteres gelang, die Reformation blieb aber aus. Diese begann dann 100 Jahre später durch Martin Luther.

14. Mai 1948: Proklamation des Staates Israel. Schon am Tag seiner Gründung begannen seine Nachbarn einen Krieg, den der gerade gegründete Staat für sich entscheiden konnte. Seither schwelt der Konflikt zwischen Israel und seinen Nachbarn, der sich immer wieder in Kriegen entladen hat und bis heute nicht gelöst ist.

23. Mai 1618: Mit dem sog. "Prager Fenstersturz" begann der Dreißigjährige Krieg in Mitteleuropa. Infolge dieses Krieges verlor insbesondere Deutschland einen großen Teil seiner Bevölkerung und wurde in der Entwicklung um viele Jahre zurückgeworfen.

30. Mai 1968: Sprengung der Universitätskirche in Leipzig. Sie passte nicht ins staatsgewollte Bild einer Universität und musste weichen. Heute steht ein Neubau an derselben Stelle, der unverkennbar wie eine Kirche aussieht und dennoch auch den Bruch mit der Vergangenheit nicht verschweigt.

27. Juli: Mondfinsternis, zu sehen ua. in Europa.

2.-4. August: "Wacken Open Air". Nicht dass das eine besondere kirchliche Veranstaltung wäre - aber dort wurden ua. durch "Bible for the Nations" eV. immer wieder besondere Bibeln verteilt - die "Metal Bible", eine spezielle Ausgabe der Bibel, die um Glaubenszeugnisse von Heavy-Metal-Musikern angereichert ist.

Oktober 1648: Friedensschlüsse von Münster und Osnabrück, sog. "Westfälischer Frieden". Er beendete den Dreißigjährigen Krieg.

28. Oktober 1918: Gründung der Tschechoslowakei. Mit der Niederlage auch Österreich-Ungarns im ersten Weltkrieg entstand unser Nachbarland als eigener Staat. Weitere Staaten waren das inzwischen zerfallene Jugoslawien, von dem die Staaten Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina mit zu Österreich gehörten. Nicht zuletzt entstanden auch Österreich und Ungarn in ihren jetzigen Grenzen.

11. November 1918: Ende des ersten Weltkrieges. Zudem wurde am 9. November 1918 die Republik in Deutschland ausgerufen.

11. November 1918: Polen wird ein eigener Staat. Polen hatte im 18. Jahrhundert durch drei Teilungen zwischen den Großmächten Russland, Österreich-Ungarn und Preußen aufgehört, als Staat überhaupt zu existieren. Erst 1918 entstand es als Staat neu - um dann gar zwischen der Sowjetunion und Deutschland nochmals kurzzeitig aufgeteilt zu werden. Seit 1945 existiert es - mit im Vergleich zu vorher deutlich verändertem Staatsgebiet.

9. November 1938: Reichspogromnacht in Deutschland: die meisten der Synagogen in unserem Land wurden zerstört.

 

Fahrt nach Taizé

Im Dunkel unsrer Nacht…

machten wir – eine Gruppe von 13 jungen Menschen aus Dippoldiswalde und Umgebung – uns am frühen Morgen des 25. Juni 2017 mit Kleinbus und Auto auf den Weg nach Taizé. Bekannt ist der kleine Ort in Südfrankreich durch die dort ansässige Kommunität, der etwa 100 Brüder aus 25 Nationen angehören, und die jährlichen, Woche für Woche stattfindenden internationalen Jugendtreffen. Gemeinsam mit diesmal um die 900 anderen Teilnehmern erlebten wir eine erlebnis- und segensreiche Zeit inmitten der „Communauté de Taizé“. Mit 900 Leuten war es in diesem Jahr recht leer - was auch seine Vorteile hat.

Die Tage in Taizé waren durch einheitliche Abläufe mit festen Gebetszeiten, gemeinsamen Mahlzeiten, Bibeleinführungen und Bibelarbeiten in den altersspezifischen Gruppen und natürlich den bekannten Gesängen geprägt. Trotz – oder gerade wegen – der Einfachheit und der unterschiedlichen Nationen herrschte eine angenehm offene und vertrauensvolle Stimmung mit jeder Menge Spaß, gelebter Barmherzigkeit, Geist, Musik sowie intensiver Zeit für Stille und Gebet. Das Wetter war wenig sommerlich - es gab sogar Nächte, in denen einige von uns gefroren haben, sowie einen satten Gewittersturm, dem so manches Zelt auf dem Platz zum Opfer fiel - dass unsere Zelte hielten, freute uns freilich auch.

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…entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt, das niemals mehr erlischt!

Voller Dankbarkeit und Begeisterung kehrten wir in unseren Alltag zurück und wissen, dass diese Zeit auch in diesem Jahr ihre Spuren hinterlässt. Eine dieser Spuren wir uns möglicherweise weiter begleiten - die Taizé-Gebete an jedem 2. Freitag im Monat in der Dippoldiswalder Kirche, zu denen wir nach wie vor herzlich einladen.

Über einen weiteren Punkt sind wir uns auch nach dieser Woche in Taizé schnell einig geworden: Auch 2018 werden wir nach Taizé fahren! Informationen dazu folgen.