Vermischtes

Der Bischof in Dippoldiswalde

Am Sonntag, 19. August, besuchte unser Landesbischof Dr. Carsten Rentzing Dippoldiswalde. Wir feierten miteinander einen Abendmahlsgottesdienst in der Dippoldiswalder Stadtkirche, und anschließend waren wir beim Kirchenkaffee in der Kirche zusammen. Viele Leute nutzten die Gelegenheit, um mit Bischof Rentzing ein paar Worte zu wechseln. Denn ein Landesbischof kann einzelne Gemeinden nicht sehr oft besuchen, und so muss man die Gelegenheit nutzen, wenn es doch mal möglich ist. 182 Leute kamen - was nicht sonderlich viel klingt - was aber die Begegnung umso herzlicher machte.

Anlass zu diesem Besuch war das Stadtjubiläum, was Dippoldiswalde in diesem Jahr feiert, und was eben nicht nur an dem einen Wochenende Anfang Juni stattfand, sondern immer einmal wieder auch im Verlauf des gesamten Jahres Thema wird. Für unsere Gemeinde war es eine Stärkung und ein großer Gewinn, den Landesbischof zu hören. Seine Botschaft - im Namen Jesu Christi aufzustehen und tätig zu werden - war deutlich, wo wir sowohl kirchlich als auch kommunal in Zeiten knapper Kassen leben und es manchmal auch gesagt bekommen müssen, dass wir trotzdem viel tun können - wie es auch schon der Apostel Petrus zu dem Gelähmten sagte: "Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth sage ich dir: Stehe auf und gehe umher!" (Apostelgeschichte 3).

Neues im Gottesdienst

Stück für Stück greifen wir die Anregungen aus der Gemeindeumfrage auf: Ab Januar 2018 gibt es in Dippoldiswalde ein Monatslied: einen Monat lang singen wir ein bestimmtes Lied in allen Gottesdiensten des Monats - um es bekannt zu machen und in unserer Gemeinde zu etablieren. Im nächsten Monat folgt ein weiteres Lied. Das werden teilweise traditionelle Lieder sein, aber natürlich auch neue. Es beginnt ab dem 7. Januar. Vom Monatslied ausgenommen bleiben ökumenische Gottesdienste - da stimmen wir die Lieder immer mit den jeweilgien Partnern ab und nehmen nicht das Monatslied mit rein.

Weiterhin gibt es ab Februar alle zwei Monate ein Taufgedächtnis: Alle, die innerhalb dieser zwei dann zurückliegenden Monate Tauftag hatten, können im Gottesdienst gesegnet werden und bekommen eine kleine Kerze. Eine gute Gelegenheit, sich mal wieder an seinen Tauftag zu erinnern.

Ereignisse und Gedenktage

22. April 1418: Ende des Konzils von Konstanz. Dieses Konzil wurde va. durch die Verbrennung des Reformators Jan Hus bekannt - im Jahr 1415. Die Kirchenkonferenz tagte also über mehrere Jahre und versuchte, die innere Zerstrittenheit der katholischen Kirche zu überwinden und sie zu reformieren. Ersteres gelang, die Reformation blieb aber aus. Diese begann dann 100 Jahre später durch Martin Luther.

14. Mai 1948: Proklamation des Staates Israel. Schon am Tag seiner Gründung begannen seine Nachbarn einen Krieg, den der gerade gegründete Staat für sich entscheiden konnte. Seither schwelt der Konflikt zwischen Israel und seinen Nachbarn, der sich immer wieder in Kriegen entladen hat und bis heute nicht gelöst ist.

23. Mai 1618: Mit dem sog. "Prager Fenstersturz" begann der Dreißigjährige Krieg in Mitteleuropa. Infolge dieses Krieges verlor insbesondere Deutschland einen großen Teil seiner Bevölkerung und wurde in der Entwicklung um viele Jahre zurückgeworfen.

30. Mai 1968: Sprengung der Universitätskirche in Leipzig. Sie passte nicht ins staatsgewollte Bild einer Universität und musste weichen. Heute steht ein Neubau an derselben Stelle, der unverkennbar wie eine Kirche aussieht und dennoch auch den Bruch mit der Vergangenheit nicht verschweigt.

27. Juli: Mondfinsternis, zu sehen ua. in Europa.

2.-4. August: "Wacken Open Air". Nicht dass das eine besondere kirchliche Veranstaltung wäre - aber dort wurden ua. durch "Bible for the Nations" eV. immer wieder besondere Bibeln verteilt - die "Metal Bible", eine spezielle Ausgabe der Bibel, die um Glaubenszeugnisse von Heavy-Metal-Musikern angereichert ist.

Oktober 1648: Friedensschlüsse von Münster und Osnabrück, sog. "Westfälischer Frieden". Er beendete den Dreißigjährigen Krieg.

28. Oktober 1918: Gründung der Tschechoslowakei. Mit der Niederlage auch Österreich-Ungarns im ersten Weltkrieg entstand unser Nachbarland als eigener Staat. Weitere Staaten waren das inzwischen zerfallene Jugoslawien, von dem die Staaten Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina mit zu Österreich gehörten. Nicht zuletzt entstanden auch Österreich und Ungarn in ihren jetzigen Grenzen.

11. November 1918: Ende des ersten Weltkrieges. Zudem wurde am 9. November 1918 die Republik in Deutschland ausgerufen.

11. November 1918: Polen wird ein eigener Staat. Polen hatte im 18. Jahrhundert durch drei Teilungen zwischen den Großmächten Russland, Österreich-Ungarn und Preußen aufgehört, als Staat überhaupt zu existieren. Erst 1918 entstand es als Staat neu - um dann gar zwischen der Sowjetunion und Deutschland nochmals kurzzeitig aufgeteilt zu werden. Seit 1945 existiert es - mit im Vergleich zu vorher deutlich verändertem Staatsgebiet.

9. November 1938: Reichspogromnacht in Deutschland: die meisten der Synagogen in unserem Land wurden zerstört.

 

Fahrt nach Taizé

Im Dunkel unsrer Nacht…

machten wir – eine Gruppe von 13 jungen Menschen aus Dippoldiswalde und Umgebung – uns am frühen Morgen des 25. Juni 2017 mit Kleinbus und Auto auf den Weg nach Taizé. Bekannt ist der kleine Ort in Südfrankreich durch die dort ansässige Kommunität, der etwa 100 Brüder aus 25 Nationen angehören, und die jährlichen, Woche für Woche stattfindenden internationalen Jugendtreffen. Gemeinsam mit diesmal um die 900 anderen Teilnehmern erlebten wir eine erlebnis- und segensreiche Zeit inmitten der „Communauté de Taizé“. Mit 900 Leuten war es in diesem Jahr recht leer - was auch seine Vorteile hat.

Die Tage in Taizé waren durch einheitliche Abläufe mit festen Gebetszeiten, gemeinsamen Mahlzeiten, Bibeleinführungen und Bibelarbeiten in den altersspezifischen Gruppen und natürlich den bekannten Gesängen geprägt. Trotz – oder gerade wegen – der Einfachheit und der unterschiedlichen Nationen herrschte eine angenehm offene und vertrauensvolle Stimmung mit jeder Menge Spaß, gelebter Barmherzigkeit, Geist, Musik sowie intensiver Zeit für Stille und Gebet. Das Wetter war wenig sommerlich - es gab sogar Nächte, in denen einige von uns gefroren haben, sowie einen satten Gewittersturm, dem so manches Zelt auf dem Platz zum Opfer fiel - dass unsere Zelte hielten, freute uns freilich auch.

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…entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt, das niemals mehr erlischt!

Voller Dankbarkeit und Begeisterung kehrten wir in unseren Alltag zurück und wissen, dass diese Zeit auch in diesem Jahr ihre Spuren hinterlässt. Eine dieser Spuren wir uns möglicherweise weiter begleiten - die Taizé-Gebete an jedem 2. Freitag im Monat in der Dippoldiswalder Kirche, zu denen wir nach wie vor herzlich einladen.

Über einen weiteren Punkt sind wir uns auch nach dieser Woche in Taizé schnell einig geworden: Auch 2018 werden wir nach Taizé fahren! Informationen dazu folgen.