Vermischtes

Nur noch bis Jahresende....

.... wird es unser Kirchspiel Dippoldiswalde-Schmiedeberg geben. Ab dem 2.1.2021 geht es dann auf in dem neuen Kirchspiel Osterzgebirge. Dieses ist sehr groß - es umfasst die Gemeinden unseres bisherigen Kirchspiels, sowie der Kirchspiele Glashütte und Frauenstein, sowie die Gemeinden des Bereiches Altenberg und Geising. Es ist ein großer Verbund, der da entsteht, und er wird seine Zeit brauchen, bis er "in die Gänge" gekommen ist und richtig arbeiten kann. Das ist keine Frage. Ebenso wenig ist es eine Frage, dass wir dies nicht aus Begeisterung tun, sondern aus nüchternem Verstand: Wir sind weniger geworden und rücken deshalb zusammen. Dieser Satz stimmt auch in seiner Reihenfolge - denn tatsächlich ist diese jetzige Reform eine Reaktion auf die weniger werdende Zahl der Christen bei uns. Unseren Mitarbeitern Sicherheit für ihre Stellen, sowie gemeinschaftliches Arbeiten aller Beteiligten zu ermöglichen - das sind darüber hinaus Motive, die zum Zusammengehen bewegen.

Welche Möglichkeiten ein solcher Verbund auch mit sich bringt, das werden wir zügig bemerken: schon jetzt gibt es bei manchen im Gebirge Ideen, was man gemeinsam machen kann, wie man die Gemeindeaktivitäten vernetzen kann, wie man die Angebote der einzelnen Gemeinden für alle nutzbar machen kann - und auch manches Konkurrieren untereinander hat ein Ende, weil wir plötzlich alle in demselben Boot sind. Das war zwar schon immer so, aber bewusst wird es manchem erst jetzt so richtig.

Der Heilige Geist ist an Strukturen nicht gebunden - das stimmt ganz sicher. Also schadet es nicht, sie zu verändern. Seit Anfang 2019 bereiten wir unser Zusammengehen vor. Unsere Kirchenvorstände und diverse Arbeitsgruppen arbeiten also schon lange daran - und wir haben die Zeit, die wir hatten, gut genutzt. Der Effekt, den wir uns wünschen, wird vermutlich auch eintreten: Ruhe in die Strukturen unserer Arbeit hineinbringen - und Gemeindearbeit ermöglichen. Woher man das weiß? Wir hatten diesen Effekt schonmal: nämlich beim Bilden des bisherigen Kirchspiels. Die Veränderung herbeizuführen war sicher auch damals - vor 14 Jahren - nicht einfach. Aber es hat gewirkt und viele Jahre guten Arbeitens ermöglicht. Möge Gott das neue Kirchspiel segnen.

Ereignisse und Gedenktage

1920 - Inkrafttreten des Versailler Vertrages. Deutschland hatte infolge der Niederlage im ersten Weltkrieg umfangreiche Gebietsabtretungen an seine Nachbarstaaten, sowie Reparationen leisten und erhebliche Eingriffe in seine Souveränität hinzunehmen.  Dieser Vertrag regelte übrigens nur den Frieden zwischen Deutschland und seinen Gegnern. Für die anderen kriegsteilnehmenden Ländern wurden andere Verträge geschlossen - und in nicht wenigen Ländern Ost- und Südosteuropas gingen die Kämpfe gar noch Jahre lang weiter.

120 - Tacitus verstorben. Tacitus war ein römischer Historiker und Politiker. In seiner "Germania" beschreibt er Leben und Bräuche bei den Germanen - soweit dies ein Römer vermochte. Neben diesem und vielen anderen Werken war Tacitus einer der frühesten Zeitgenossen des entstehenden Christentums, der von diesem Notiz nahm. Er beschrieb den Stadtbrand von Rom im Jahr 64 - und er berichtete von dem Versuch des Kaisers Nero, die Schuld an diesem Brand auf die Christen abzuwälzen.

470 - Dionysius Exiguus geboren. Dieser Mönch begründete unsere heute gültige Zeitrechnung "von der Geburt Christi an". Dies geschah im 6. Jahrhundert.

1020 - Leif Eriksson gestorben. Der wikingische Seefahrer erreichte als erster Europäer Nordamerika. Er verstarb in Grönland. Dass Columbus Amerika für die Europäer entdeckte, ist also nicht ganz korrekt.

18. Mai 1920 - Karol Jozef Wojtyla geboren. Als Papst Johannes Paul II hatte er eines der längsten Pontifikate aller Zeiten inne. Der Pole war bei seiner Wahl der erste nichtitalienische Papst seit 500 Jahren. Ihm folgte 2005 mit Josef Ratzinger als Benedikt XVI ein Deutscher.

31. Oktober 1920 - Fritz Walter geboren. Er war Spielführer der deutschen Mannschaft, die 1954 Fupball-Weltmeister wurde - mit einem 3:2 gegen Ungarn.

Podcast "Die Brücke"

Corona verändert die Gemeinden - zumindest etwas: denn plötzlich war es schwierig, unmittelbare Kontakte zu Leuten zu haben, und die gewohnten Veranstaltungen und Andachten, die alle auf Anwesenheit von Leuten beruhen, waren so nicht mehr möglich. Also rückte das gute alte Telefon stark in den Fokus, dazu das Internet.

Ein Ergebnis war ein "Podcast" - im Grunde ein Format, was ähnlich wie ein Hörbuch kurze Beiträge / Texte zum Hören online stellt, und man kann sich diesen Podcast über sein Mobiltelefon abonnieren und so Folge für Folge hören. Unser Podcast heißt "Die Brücke" - denn er stellte einen von vielen Versuchen dar, Brücken zu den Menschen zu schlagen in einer Zeit, wo man sich nur schwer begegnen kann. Inzwischen sind 13 Folgen zusammengekommen - und jede Woche kommt eine neue Folge dazu. Die Themen sind ganz unterschiedlich - von biblischen Themen über Frauendienste, Veranstaltungsreihen, geistliche Themen bis hin zu einer Folge zum 1. Mai oder kirchlichen Feiertagen.

Oft wurde zudem die homepage besucht, die Gottesdienste über frm-TV und youtube wurden sehr gut angenommen. Für die älteren Gemeindemitglieder wurden aber die vielen Telefonate wichtig - Hunderte von Gesprächen über die jetzige Situation. Darüber zu schreiben würde viele Stunden und Tage in Anspruch nehmen. Dass inzwischen in unserer Gemeinde vieles wieder "normal" stattfindet, ist ein großes Geschenk, zumal vielen Leuten bewusst wurde, dass bei weitem nicht alles einfach so ins Internet verlegt werden kann. Einander zu treffen und zu begegnen ist nicht wirklich ersetzbar.