Ereignisse und Gedenktage

22. April 1418: Ende des Konzils von Konstanz. Dieses Konzil wurde va. durch die Verbrennung des Reformators Jan Hus bekannt - im Jahr 1415. Die Kirchenkonferenz tagte also über mehrere Jahre und versuchte, die innere Zerstrittenheit der katholischen Kirche zu überwinden und sie zu reformieren. Ersteres gelang, die Reformation blieb aber aus. Diese begann dann 100 Jahre später durch Martin Luther.

14. Mai 1948: Proklamation des Staates Israel. Schon am Tag seiner Gründung begannen seine Nachbarn einen Krieg, den der gerade gegründete Staat für sich entscheiden konnte. Seither schwelt der Konflikt zwischen Israel und seinen Nachbarn, der sich immer wieder in Kriegen entladen hat und bis heute nicht gelöst ist.

23. Mai 1618: Mit dem sog. "Prager Fenstersturz" begann der Dreißigjährige Krieg in Mitteleuropa. Infolge dieses Krieges verlor insbesondere Deutschland einen großen Teil seiner Bevölkerung und wurde in der Entwicklung um viele Jahre zurückgeworfen.

30. Mai 1968: Sprengung der Universitätskirche in Leipzig. Sie passte nicht ins staatsgewollte Bild einer Universität und musste weichen. Heute steht ein Neubau an derselben Stelle, der unverkennbar wie eine Kirche aussieht und dennoch auch den Bruch mit der Vergangenheit nicht verschweigt.

27. Juli: Mondfinsternis, zu sehen ua. in Europa.

2.-4. August: "Wacken Open Air". Nicht dass das eine besondere kirchliche Veranstaltung wäre - aber dort wurden ua. durch "Bible for the Nations" eV. immer wieder besondere Bibeln verteilt - die "Metal Bible", eine spezielle Ausgabe der Bibel, die um Glaubenszeugnisse von Heavy-Metal-Musikern angereichert ist.

Oktober 1648: Friedensschlüsse von Münster und Osnabrück, sog. "Westfälischer Frieden". Er beendete den Dreißigjährigen Krieg.

28. Oktober 1918: Gründung der Tschechoslowakei. Mit der Niederlage auch Österreich-Ungarns im ersten Weltkrieg entstand unser Nachbarland als eigener Staat. Weitere Staaten waren das inzwischen zerfallene Jugoslawien, von dem die Staaten Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina mit zu Österreich gehörten. Nicht zuletzt entstanden auch Österreich und Ungarn in ihren jetzigen Grenzen.

11. November 1918: Ende des ersten Weltkrieges. Zudem wurde am 9. November 1918 die Republik in Deutschland ausgerufen.

11. November 1918: Polen wird ein eigener Staat. Polen hatte im 18. Jahrhundert durch drei Teilungen zwischen den Großmächten Russland, Österreich-Ungarn und Preußen aufgehört, als Staat überhaupt zu existieren. Erst 1918 entstand es als Staat neu - um dann gar zwischen der Sowjetunion und Deutschland nochmals kurzzeitig aufgeteilt zu werden. Seit 1945 existiert es - mit im Vergleich zu vorher deutlich verändertem Staatsgebiet.

9. November 1938: Reichspogromnacht in Deutschland: die meisten der Synagogen in unserem Land wurden zerstört.